KiNDKiT Edelstahl Kinderbecher, BPA-frei und ohne Bisphenole

BPA-frei und trotzdem bedenklich? Was BPS, BPF und andere Ersatzstoffe bedeuten

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026 · von Ulrike Nester, Gründerin von KiNDKiT

Wer eine Trinkflasche oder einen Kinderbecher aus Kunststoff kauft, sieht fast immer den Hinweis „BPA-frei“. Das beruhigt erst einmal. Viele Eltern fragen sich danach aber zu Recht, was der Hersteller stattdessen verwendet hat. In diesem Artikel geht es genau darum.

Ist BPA-freies Plastik automatisch unbedenklich?

Nein, nicht automatisch. „BPA-frei“ sagt nur, dass ein bestimmter Stoff fehlt. Es sagt nichts darüber, welcher Stoff an seiner Stelle eingesetzt wurde. Bei manchen Kunststoffen ersetzen Hersteller BPA durch chemisch sehr ähnliche Bisphenole, zum Beispiel BPS oder BPF. Andere Kunststoffe kommen ganz ohne Bisphenole aus.

Was sind BPS und BPF?

BPS (Bisphenol S) und BPF (Bisphenol F) gehören wie BPA zur Gruppe der Bisphenole. Sie werden unter anderem in Kunststoffen, Beschichtungen und Thermopapier eingesetzt. Weil sie BPA im Aufbau stark ähneln, untersuchen Behörden und Forschung, ob sie im Körper ähnlich wirken. Mehrere Studien deuten auf eine hormonähnliche Wirkung hin, die Bewertung ist aber noch nicht abgeschlossen.

Für Eltern heißt das: Ein Produkt kann „BPA-frei“ sein und trotzdem einen eng verwandten Stoff enthalten. Das Label allein beantwortet die Frage also nicht.

Was regelt die EU seit 2025?

Die Europäische Union hat mit der Verordnung (EU) 2024/3190 Bisphenol A in Materialien mit Lebensmittelkontakt verboten. Die Verordnung gilt seit dem 20. Januar 2025, für viele Produkte gibt es Übergangsfristen. Sie erfasst auch andere Bisphenole, die als gesundheitlich bedenklich eingestuft sind. Anlass war eine neue Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) aus dem Jahr 2023, die den tolerierbaren Wert für BPA drastisch gesenkt hat.

In Babyfläschchen ist BPA in der EU schon seit 2011 nicht mehr erlaubt.

Welche Kunststoffe kommen ohne Bisphenole aus?

Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) werden ohne Bisphenole hergestellt. Auch Copolyester wie Tritan enthalten laut Herstellern kein BPA und kein BPS. Das macht diese Materialien nicht perfekt, aber sie gehören nicht zur Bisphenol-Diskussion.

Ein anderes Thema bei Kunststoff ist Abrieb und Wärme. Forschende haben 2020 gezeigt, dass Babyflaschen aus Polypropylen beim Zubereiten mit sehr heißem Wasser Mikroplastik abgeben können. Kratzer und häufiges Spülen bei hohen Temperaturen spielen dabei ebenfalls eine Rolle.

So erkennst du einen sicheren Kinderbecher

Material Bisphenole Darauf solltest du achten
Kunststoff „BPA-frei“ möglich (BPS, BPF) Fragen, welcher Kunststoff es ist. Bei Kratzern ersetzen.
Polypropylen (PP) keine Nicht mit kochendem Wasser füllen, Kratzer im Blick behalten.
Tritan / Copolyester laut Hersteller keine Robust, aber nicht unzerbrechlich.
Glas keine Schwer und zerbrechlich, für Kita und Schule ungeeignet.
Edelstahl 18/8 keine Unbeschichtet wählen, dann hat das Getränk nur Kontakt mit Metall.

Die einfachste Frage beim Kauf lautet deshalb: Woraus besteht der Becher eigentlich? Wenn der Hersteller das nicht klar beantwortet, ist das schon eine Antwort.

Warum wir bei KiNDKiT auf Edelstahl setzen

Unsere Becher bestehen aus unbeschichtetem Edelstahl 18/8 (auch 304 genannt). Edelstahl braucht keine Weichmacher und keine Bisphenole. Er nimmt keine Gerüche an und wird auch nach Jahren in der Spülmaschine nicht stumpf oder rissig. Jede Charge wird vor dem Versand werkseitig auf Materialqualität geprüft.

Es gibt auch Nachteile, die du kennen solltest. Edelstahl ist schwerer als Kunststoff und gehört nicht in die Mikrowelle. Für ganz kleine Kinder unter etwa 12 Monaten ist ein leichter Becher manchmal praktischer.

Hier findest du unsere Edelstahlbecher für Kinder. Wenn du zuerst verstehen möchtest, was das Label „BPA-frei“ genau aussagt, lies unseren Artikel „BPA-frei“ reicht nicht.

Häufige Fragen

Ist BPS besser als BPA?

Das ist nicht gesichert. BPS ist BPA chemisch sehr ähnlich und wird derzeit genauer untersucht. Ein Ersatzstoff ist nicht automatisch die bessere Wahl.

Woran erkenne ich, ob ein Becher BPS enthält?

Auf der Verpackung steht das meist nicht. Am sichersten ist es, nach dem genauen Material zu fragen oder gleich ein Material zu wählen, das ohne Bisphenole auskommt, zum Beispiel Edelstahl oder Glas.

Ist BPA inzwischen ganz verboten?

In Materialien mit Lebensmittelkontakt ist BPA in der EU seit 2025 verboten, mit Übergangsfristen für bestimmte Produkte. Ältere Becher und Flaschen, die du schon zu Hause hast, können BPA aber noch enthalten.

Ist Edelstahl für Kinder gesund?

Edelstahl 18/8 ist ein bewährtes Material für Küche und Lebensmittel. Er gibt bei normalem Gebrauch keine Kunststoffbestandteile ab, weil er keine enthält. Achte darauf, dass der Becher innen unbeschichtet ist.

Kurz zusammengefasst

  • „BPA-frei“ sagt nur, was fehlt, nicht was stattdessen drin ist.
  • BPS und BPF sind enge Verwandte von BPA und werden noch untersucht.
  • Die EU verbietet BPA in Lebensmittelkontaktmaterialien seit 2025.
  • PP, Glas und Edelstahl kommen ohne Bisphenole aus.
  • Unbeschichteter Edelstahl umgeht die Frage komplett.
Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar